Krankheitsbilder
Psychische Störungen sind nicht selten – und sie sind gut zu behandeln

Diagnosen

Die psychischen Störungen werden aufgrund von definierten Symptomen, also Beschwerden und Befunden, bezeichnet. Dabei wird auf Ursachen und Auslöser kaum Rücksicht genommen und die Beschreibung der Diagnosen ist vor allem formal.
Durch solche statischen Diagnosen werden die Beschwerden und Probleme der Betroffenen nicht wirklich umfassend beschrieben und erfasst – aber zumindest können damit einigermaßen vergleichbare Gruppen geschaffen werden. In der Psychotherapie sind schon immer Befunde und Beschwerden betrachtet und behandelt worden, unabhängig davon, ob diese oder jene Diagnose besser passen würde. Auch bei psychOnline® kümmern wir uns vor allem um Ihre Probleme, dennoch versuchen wir auch, eine genau passende Bezeichnung zu finden. Dabei sind wir ziemlich gründlich – es hängt aber auch von Ihnen ab. Die Testungen und die Aufgaben und Übungen, die Sie in den ersten Modulen machen werden, haben nämlich auch das Ziel, Ihrem persönlichen Therapeuten ein gutes Bild von Ihren Zielen und Werten, Ressourcen und Schwächen zu vermitteln, damit eine genaue und passende Hilfe angeboten werden kann.

Diese Untersuchungen führen wir in der Regel durch

PHQ-D (Patients Health Questionnaire Deutsch)

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PHQ-D ist die Abkürzung für Patients Health Questionnaire -DEUTSCH (Gesundheitsfragebogen für Patienten).
Dieser Test ist eine Möglichkeit, Auftreten und Schweregrad von psychischen Störungen zu erfassen und zu messen.
Der PHQ-D ist ein Selbstauskunftsfragebogen, d.h. er ist vom Probanden selbst zu beantworten. Dieser Test erfasst die wichtigsten bzw. häufigsten psychischen Störungen und ist in der wissenschaftlichen Welt und in der täglichen Praxis gut etabliert. Er ist in der deutschen Version u.a. vom Hamburger Psychosomatiker Prof. Dr. Löw mitentwickelt worden. Der PHQ ist so gut, dass er von der amerikanischen Psychiater-Vereinigung APA u.a. für die Schweregradmessung von Störungen aus den Bereichen Angst, Depression und Somatisierung empfohlen wird.

RS - 11 (Resilience-Skala 11)

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RS-11 ist die Abkürzung für Resilience-Skala 11, eine spezielle Form der von Prof. Schumacher und Kollegen aus Leipzig aus der Skala der beiden Resilienzforscherinnen Wagnhild und Young 1993 entwickelten Mess-Skala abgeleitet und evaluiert ist. Mit Hilfe der RS-11 werden die Fähigkeiten eines Individuums gemessen, sich in schwierigen Situationen zu behaupten und daraus gestärkt hervorzugehen. Die RS-11 ist ein Selbstauskunftsfragebogen, d.h. die Skala ist vom Probanden selbst zu beantworten (wird natürlich von einem unserer Therapeuten ausgewertet).

FAH-2 (Fragebogen zu Akzeptanz und Handeln)

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FAH-2 ist die Abkürzung für Fragebogen zur Akzeptanz und Handeln. Hiermit wird geprüft, in welchem Ausmaß ein Proband eine gegebene Situation aushalten kann, das „Beste“ daraus sehen kann und dann eventuell erforderliche Schritte zur Veränderung einleiten kann. Der FAH-2 ist ein Selbstauskunftsfragebogen, d.h. er ist vom Probanden selbst zu beantworten.

EQ-5D (Europäischer Lebensqualitätsfragebogen)

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EQ-5D ist die Abkürzung für einen Fragebogen, mit dem die Europäische Gruppe zur Erfassung von Lebensqualität EuroQol umfassend und sehr sorgfältig die Lebensqualität der Betroffenen in 5 Bereichen zu erfassen und beschreiben sucht. Der EQ-5D ist ein Selbstauskunftsfragebogen, d.h. er ist vom Probanden selbst zu beantworten und wird von einem unserer Therapeuten ausgewertet.

Visuelle Analogskalen zu Schmerz, Angst und aktuellem Befinden

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Mit visuellen Analogskalen lassen sich sehr einfach und bildhaft die Befindlichkeit, aber auch Schmerzen, Ängste etc. abfragen – es wird nur ein Marker auf einer Linie so lange geschoben, bis dies dem aktuellen Gefühl entspricht. Diese Analogskalen werden gern verwendet, weil sie so einfach auszuführen sind und dennoch sehr gute Ergebnisse in der Bewertung einer Situation liefern können.

Krankheitsbilder

Natürlich können wir hier kein Psychiatrie-Lehrbuch einstellen. Wir wollen Ihnen aber im folgenden eine (nach und nach wachsende) Sammlung von Krankheitsbildern vorstellen, die wir durch die Module und interaktive Therapie von psychOnline® versorgen können. Dabei ist es uns wichtig, dass Sie ein Verständnis bekommen, wo wir Schwerpunkte und Betonung legen.

  • Depressionen
    • Schwangerschaftsdepressionen
    • Trennung und Abschied, speziell auch Trauer
    • neurotische Depression/ Dysthymia
  • Ängste
    • Soziale Phobie
    • Spezifische Phobien
  • Trauma
    • Posttraumatische Belastungsstörungen
    • Traumafolgestörungen
  • Persönlichkeit
    • Unsichere Persönlichkeit
    • Selbstwertsteigerung/ Selbstwirksamkeit
  • Sucht
    • Alkoholabhängigkeit
    • Nikotin
  • Chronische körperliche Erkrankungen
    • Tumorleiden
    • MS
    • Rheumatische Erkrankungen
    • Fibromyalgie
  • ADHS bei Erwachsenen

Behandlungsansatz

Der Behandlungsansatz von psychOnline® ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass die individuell zusammengestellten interaktiven Module und die therapeutischen Kontakte in Chat, Forum oder live-Video durch das Behandlungskonzept der kognitiven Verhaltenstherapie geprägt sind. Dabei wird hier die sogenannte „dritte Welle“ der Verhaltenstherapie mit der Integration von speziellen psychodynamischen Techniken eingesetzt. Zudem ist es uns wichtig, dass die Versorgung nicht lösungsorientiert ist, sondern prozessorientiert. Das bedeutet, dass wir mit Ihnen nicht ein bestimmtes Ziel anstreben, sondern Sie dabei unterstützen, Erleben, Verhalten und Emotionen so zu entwickeln, dass Sie ganz viele Ziele und Lösungen erreichen können, weil Sie den Weg, den Prozess verändert haben.

Studien und Befragungen

Um zu prüfen, wie gut psychOnline® wirkt und welche Effekte sich erreichen lassen, führen wir in Abstimmung mit u.a. der Ethikkommission der Ärztekammer Hamburg immer wieder auch Studien, Prüfungen und Befragungen durch. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich – wenn wir Sie dazu einladen – auch an einer solchen Studie beteiligen würden. Das hilft uns, das Programm zu evaluieren und zu optimieren. Wenn Sie sich nicht beteiligen wollen, entstehen Ihnen dadurch aber auch keine Nachteile, sie können selbstverständlich alles am Programm nutzen. Ihr persönlicher Therapeut weiß übrigens nicht, ob Sie an einer Studie mitwirken oder nicht, auch da haben Sie keine Nachteile zu befürchten.

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